Sehenswürdigkeiten auf Kreta: Tipps für interessante Orte

Balos Beach Panorama auf Kreta (Filip / stock.adobe.com)  lizenziertes Stockfoto 
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Kreta ist mit einer Fläche von mehr als 8.000 Quadratmetern die größte griechische Insel. Hier kommen nicht nur Bade- und Strandurlauber voll auf ihre Kosten, denn die Insel ist auch für ihre landschaftliche Vielfalt bekannt. In den mächtigen Gebirgszügen bieten sich dementsprechend anspruchsvolle Wandertouren an. Bekannt ist Kreta auch für seine legendäre Schluchten, die traumhafte Panoramas und Abenteuer versprechen.

Die schönsten Sandstrände hingegen finden Sie im Norden der Insel; dieser ist touristisch hervorragend erschlossen. Flüge werden in der Hauptsaison von nahezu jedem deutschen Flughafen aus angeboten. Da die Flugzeit nur etwa drei Stunden beträgt, ist die griechische Insel eines der beliebtesten Urlaubsziele im Mittelmeerraum.

Nachfolgend präsentieren wir Ihnen die spannendsten Touren, schönsten Attraktionen und besten Sehenswürdigkeiten auf Kreta.

Loutro (Miguel Virkkunen Carvalho)  [flickr.com]  CC BY 
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Loutro Village (Miguel Virkkunen Carvalho)  [flickr.com]  CC BY 
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From Crete to the Sea (Steve Jurvetson)  [flickr.com]  CC BY 
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1. Der Palast von Knossos

Der antike Palast von Knossos im Norden von Kreta ist die bekannteste Sehenswürdigkeit der Insel. Der Palast befindet sich auf einem mehr als 20.000 Quadratmeter großen Areal, so dass Sie für die Besichtigung mehrere Stunden einplanen sollten. Unbedingt sollte man sich für eine geführte Tour entscheiden, da man bei dieser einige interessante Details erfährt.

„Geschichtsunterricht mal anders“ – treffender kann man eine solche Führung nicht beschreiben. Immerhin handelt es sich bei den Palastanlagen von Knossos um die Wiege der europäischen Kultur. Der Eintrittspreis von 15 Euro ist also gut investiert. Knossos kann man übrigens bequem mit dem Stadtbus von Heraklion aus erreichen.

2. Spinalonga – die einstige Leprakolonie

Spinalonga ist eine unbewohnte Insel, die auch als Leprainsel bekannt ist. Alle Einwohner Kretas, die an Lepra erkrankt waren, wurden einst auf die Insel Spinalonga verbannt. Für Geschichtsinteressierte ist diese also besonders interessant. Lepra war bis in die 1950er Jahre eine hoch ansteckende Krankheit; zu Spitzenzeiten lebten bis zu 1.000 Erkrankte auf der Insel. Am besten plant man eine Überfahrt von Elounda aus, denn von hier aus sind es nur etwa fünf Kilometer bis zur Insel.

Auch von Agios Nikolaos aus starten in der Hauptsaison regelmäßig Ausflugsfahrten nach Spinalonga. Der Vorteil solcher Ausflugsfahrten: Ein kleiner Imbiss an Bord und eine Führung über die Insel sind im Reisepreis meist bereits inbegriffen. Noch heute kann man auf Spinalonga nicht nur die Wohnhäuser der Erkrankten, sondern auch das Krankenhaus besichtigen.

3. Agios Nikolaos – eine der schönsten Städte Kretas

Agios Nikolaos ist nicht nur als Startpunkt für Ausflüge zur Insel Spinalonga interessant. In der Mirabello Bucht gelegen, ist Agios Nikolaos einer der bedeutendsten Touristenorte im Osten von Kreta. Neben Chania gilt Agios Nikloas für die meisten Touristen als einer der schönsten Orte der Insel. Nicht nur die Innenstadt mit ihren zahlreichen Geschäften sollten Sie in Ihre Reiseplanung aufnehmen, auch finden Sie in Agios Nikloas ein bedeutendes Archäologisches Museum.

Sogar zwei kleine Stadtstrände sind im Ort vorhanden, so dass man auf Badespaß nicht verzichten muss. Absolutes Highlight aber ist der kleine See, der sich mitten im Stadtzentrum befindet und heute als Hafen genutzt wird. Über einen 20 Meter langen Kanal ist der Voulismenisee mit dem Meer verbunden. „Touristische Perle im Osten Kretas“ – dieser Beiname von Agios Nikolaos ist recht passend gewählt.

4. Der Traumstrand von Elafonissi

Zweifelsohne wird die griechische Insel Kreta von vielen Touristen nur wegen der traumhaften Strände angesteuert. Von diesen gibt es unzählig viele, einer der sehenswertesten aber ist der Elafonissi Strand. Die Besonderheit: Hier erwartet die Badefreudigen nicht nur weißer, sondern teilweise auch pinker Sand; eine absolute Rarität. Glasklares Wasser und eine ausgedehnte Dünenlandschaft sorgt ebenfalls dafür, dass der Elafonissi Strand so einzigartig ist.

Mit etwas Glück begegnet man an diesem Strand vielleicht sogar einem Exemplar der Karettschildkröte, die hier gerne ihre Eier ablegt. Nicht nur zum Baden und Faulenzen eignet sich der Strand perfekt. Dank der stets vorherrschenden Wände kann man hier auch perfekt Kitesurfen. Einziger Nachteil: Der Strand befindet sich etwas abgelegen an der Westküste der Insel und ist nur mit dem Auto über eine serpentinenreiche Straße zu erreichen.

5. Malerische Küstenstadt Chania

Die Küstenstadt Chania sollte man vor allem wegen des dort befindlichen venezianischen Hafens besuchen. Dieser stammt aus dem 14. Jahrhundert und bietet traumhafte Fotomotive. Gleichzeitig lockt Chania aber auch mit zahlreichen Cafés und Restaurants, in welchen man typisch griechische Gerichte serviert bekommt. Unbedingt sollte man auch durch die engen und verwinkelten Gassen von Chania schlendern. Auch hier finden sich überall venezianische Einflüsse.

Unbedingt sollten Sie auch eine der Tavernen besuchen, in welchen Sie die typische kretische Küche serviert bekommen. Bekannt ist die Stadt aber auch für eine Vielzahl an Gourmetrestaurants. Chania ist aber auch ein Ziel für alle, die sich auf eine Wanderung durch die legendäre Samaria-Schlucht begeben möchten. Diese befindet sich nur wenige Kilometer außerhalb von Chania.

6. Abenteuer und Natur pur: Samaria-Schlucht

Mit einer Länge von etwa 17 Kilometern zählt die Samaria-Schlucht zu einer der längsten Schluchten in Europa und ist ein wahres Paradies für alle Wanderfreunde. Natürlich handelt es sich um eine anspruchsvolle Wanderung, doch erwarten einen auf dieser traumhafte Panoramasichten. Leider laufen in der Hauptsaison bis zu 4.000 Naturbegeisterte durch die Schlucht. Es lohnt sich also, seine Wanderung möglichst zeitig zu beginnen. Von Anfang April bis Ende Oktober kann man die Schlucht passieren. Lediglich bei widrigen Witterungsbedingungen bleibt der Zugang gesperrt.

Der Einstieg befindet sich in einer Höhe von 1.230 Metern. Um die Schlucht überhaupt betreten zu dürfen, muss man fünf Euro Eintrittsgeld bezahlen. Obwohl der Weg fast nur bergab führt, sollte man die Wanderung nicht unterschätzen, da man teilweise sogar klettern muss. Am Ende der Schlucht wartet jedoch eine reizende typische Taverne. Hier kann man sich stärken, ehe man die Rückfahrt mit der Fähre antritt.

7. Hafen und Fortezza von Rethymno

Rethymno im Norden der griechischen Insel zählt zu den fotogensten Orten auf Kreta. Der kleine Fischereihafen bietet bildschöne Häuser und einige besonders gute Seafood-Restaurants mit Blick direkt auf das Wasser. Ein Spaziergang durch die Altstadt von Rethymno offenbart die vielen Überbleibsel aus der venezianischen und türkischen Zeit. Neben alten Brunnen und elegant verzierten Toren befinden sich hier auch eine byzantinische und venezianische Kirche.

Etwas oberhalb der Stadt befindet sich auf einem Hügel die alte Festung Fortezza. Die Burg stammt aus dem späten 16. Jahrhundert und ist bis heute die größte Festungsanlage auf der gesamten Insel. Sie wird von einer mehr als einen Kilometer langen Mauer umgeben und ist eine sehr beeindruckende Sehenswürdigkeit auf Kreta. Auch der wunderschöne Ausblick lohnt sich!

8. Kloster von Arkadi

Wer das älteste Kloster der Insel besichtigen möchte, sollte dem Kloster von Arkadi einen Besuch abstatten. Dieses mehr als 1.600 Jahre alte Gebäude ist ein orthodoxes Kloster, welches sich etwa 20 Kilometer von Rethymno befindet. Das Kloster ist auch ein idealer Ausgangspunkt, wenn man durch die Arkadi Schlucht wandern möchte.

Diese ist nicht ganz so anspruchsvoll wie die Samaria-Schlucht und auch für weniger Geübte gut zu bewältigen. So besonders ist das Kloster von Arkadi übrigens deshalb, weil hier im Jahr 1866 der Befreiungskampf der Kreter gegen die Türken stattfand. Die Einheimischen haben daher eine ganz besondere Bindung zu diesem geschichtsträchtigen Ort.

9. Der Palast von Zakros

Nicht so bekannt wie der Palast von Knossos, aber ebenso einen Besuch wert ist der Palast von Zakros. Diesen etwa um 1.500 vor Christus erbauten Palast finden Sie im Osten der Insel. Auch diese Top Sehenswürdigkein zählt zu den sogenannten Minoischen Palästen. Zwar sind heute nicht mehr als Ruinen vom Palast übrig, doch können Sie hier unter anderem den ältesten Schmelzofen der Menschheit besichtigen.

Aufgrund seiner etwas abgelegenen Lage wird der Palast von vergleichsweise wenigen Touristen besucht und verspricht daher eine besonders angenehme Atmosphäre. Wir empfehlen eine Kombination mit der benachbarten Schlucht von Zakros. Die Wanderung durch das sogenannte Tal der Toten dauert rund 2,5 Stunden.

10. CretAquarium – ideal bei schlechtem Wetter

Sollte es in Ihrem wohlverdienten Urlaub einmal regnen, ist das CretAquarium eine willkommene Alternative. In mehr als 60 Aquarien können Sie hier etwa 2.500 Meeresbewohner bestaunen; vor allem für Familien mit Kindern ist diese Sehenswürdigkeit ein Riesenspaß. Das Aquarium, welches man ebenfalls zu den beliebtesten Attraktionen von Kreta zählen kann, finden Sie im Norden der Insel nahe dem Ort Gournes.

Das Aquarium ist ganzjährig geöffnet, im Sommer werden die Türen meist um 21:30 Uhr geschlossen, im Winter bereits um 17 Uhr. Die Meereswelten bieten unter anderem mehr als zwei Meter lange Sandhaie sowie Becken mit großen Meeres-Schildkröten. Vor allem für Kinder werden regelmäßige Aktionen und Fütterungen angeboten.

Weitere Sightseeing-Tipps und Attraktionen für Ihren Kreta-Urlaub

Beste Reisezeit Kreta

Wir empfehlen Ihnen die folgenden Monate als beste Reisezeit, um die Highlights und Sehenswürdigkeiten auf Kreta zu entdecken:

April, Mai, Juni, Juli, August, September und Oktober

Genauere Informationen zum Wetter, inklusive allen Klimadaten, finden Sie auf unserer Klima-Detailseite für Kreta.

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