Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote: Tipps für interessante Orte

Haria village (Joan Campderrós-i-Canas)  [flickr.com]  CC BY 
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Lanzarote gilt als eigenwillige Schönheit der Kanaren, denn Insel ist mit einem Charme gesegnet, den manche zunächst als etwas herb empfinden. Doch bei genauer Betrachtung, ist es die Wucht der Elemente, die Lanzarote ein ganz einzigartiges Flair verleihen. Der vulkanische Ursprung hat den Einheimischen Demut, aber auch Kreativität bereits in die Wiege gelegt.

Wer Feuerberge im Nationalpark Timanfaya nicht gesehen hat, kann sich keine Vorstellung von der Kraft der Eruptionen machen, die dort ganze Regionen verwüstete. Doch auch diese Mondlandschaft ist ein wichtiger Teil der Insel und ein Ziel von Touristen aus aller Welt.

Nachfolgend präsentieren wir Ihnen die spannendsten Touren, schönsten Attraktionen und besten Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote.

Lanzarote , (POTIER Jean-Louis)  [flickr.com]  CC BY-ND 
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Wave Watching (Simon Turkas)  [flickr.com]  CC BY-SA 
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Chilling on a Rock (Simon Turkas)  [flickr.com]  CC BY-SA 
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1. Nationalpark Timanfaya

Dies ist das größte zusammenhängende Lavafeld der Erde, und es waren die Vulkanausbrüche zwischen 1730 und 1736, die die einst fruchtbare Landschaft komplett veränderten. Lanzarote liegt seit jenen sechs Jahren zu einem Viertel unter einer dicken Schicht aus erstarrter Lava. Die Eruptionen schufen fast dreißig Vulkankegel, die als „Montanas del Fuego“, den Feuerbergen, auf den Landkarten verzeichnet sind. Die Behörden der Insel sind sehr darauf bedacht, dass sich am Erscheinungsbild des Nationalparks Timanfaya nichts verändert.

Besucher werden mit Bussen durch diese eindrucksvolle Wüste aus Asche gefahren, und niemand darf einen der unzähligen Lavasteine mit nach Hause nehmen. In dieser Region wurde die Besatzung der amerikanischen Apollo-Flüge auf ihre Mondlandung vorbereitet, und der Park diente auch als Kulisse für den legendären Film „Planet der Affen“. Am Besucherzentrum Islote de Hilario wird demonstriert, wie dünn die Erdkruste dort ist. Schon in wenigen Metern Tiefe herrschen höchste Temperaturen. Die Feuerberge“zählen zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Lanzarotes.

2. Mirador del Rio

Zu den spektakulärsten Sehenswürdigkeiten der Insel zählt aber auch die grandiose Landschaft im Norden Lanzarotes, wo das Famara-Gebirge steil zum Meer hin abfällt und wo der Mirador del Rio einem Adlerhorst gleicht. Dies ist eines der interessantesten Werke des genialen Künstlers César Manrique. Dessen offenbar unerschöpfliche Kraft der Ideen begegnet den Besuchern Lanzarotes an vielen Punkten. Sogar in Form überdimensionaler Windräder an den Straßenkreuzungen.

Der Mirador del Rio an der Bateria del Norte entstand an der Stelle, wo im amerikanisch-spanischen Krieg Kanonen stationiert wurden, weil dies eine strategisch wichtige Stelle Lanzarotes war. Von dort waren im Mittelalter auch die Schiffe von Piraten auszumachen, wenn sie sich der vorgelagerten Insel La Graciosa näherten. Heute finden die Besucher hier eine Cafeteria und den Startplatz für Drachenflieger.

3. Jameos del Agua

Die Gäste Lanzarotes streiten hin und wieder darüber, welches der vielen interessanten Werke César Manriques die größten Bewunderer hinterlässt. Zweifellos ist die Vulkanhöhle Jameos del Agua eine Sehenswürdigkeit und ein außergewöhnliches Ziel auf der Insel. Es handelt sich dabei um einen Lavatunnel, den Manrique mit erstaunlichen Vorstellungen in eine Art Gesamtkunstwerk verwandelte.

Das Höhlensystem entstand vor etwa dreitausend Jahren bei der Eruption des Monte Corona. Als Manrique den Tunnel erstmals sah, war dieser ein Abfallplatz für Müll, doch der Künstler erkannte sehr bald die Besonderheit der Jameos del Agua. Die Besucher passieren heute bei ihrem Rundgang einen Salzsee, riesige subtropische Pflanzen und sogar einen Konzertsaal. Oberirdisch komplettiert ein Swimmingpool die Anlage.

4. Jardín de Cactus (Kaktusgarten)

Eine frühere Grube, die die umliegenden Bauern abbauten, um mit dem dort gewonnenen Picon ihre Äcker zu bestreuen, wurde zu einer weiteren „Spielwiese“ César Manriques.

Picon diente dazu, den Äckern die Feuchtigkeit der Nacht zu erhalten und war deshalb sehr begehrt.

Doch Manrique nutzte die Form der Grube, die sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem Amphitheater gewandelt hatte, um hier, am Ortsausgang von Guatiza, einen Garten mit Sukkulenten anzulegen. Einige der stacheligen Pflanzen haben inzwischen erstaunliche Ausmaße angenommen. Über allem thront eine historische Gofiomühle – ein toller Blickfang in einem Garten mit über 1.400 verschiedenen Kaktus-Arten.

5. Fundación César Manrique

César Manrique, der ideenreiche Künstler und Architekt, ist zweifellos der größte Sohn Lanzarotes. Dort, wo er nach 1968 und seiner Rückkehr aus New York gelebt und gearbeitet hatte, befindet sich heute die Fundación César Manrique. Dies ist ein eigenwilliges und dennoch phantastisches Wohnhaus in einer pittoresken Lava-Landschaft.

Manrique entschied sich, oberirdisch und unterirdisch zu wohnen, wobei die fünf Hohlräume eines einstigen Lavatunnels besonders ideenreich konstruiert wurden. Manrique verstand es, Natur und Kunst zu einer harmonischen Einheit zu formen. Die Fundación ist dafür ein sehr gutes Beispiel. Nur wenige Meter von seinem Wohnhaus entfernt erlitt Manrique am 25. September 1992 bei einem Verkehrsunfall tödliche Verletzungen.

6. Arrecife

In der Inselhauptstadt Arrecife leben etwa 55.000 Menschen. Die meisten von ihnen sichern sich ihren Lebensunterhalt durch den Tourismus. Es entstanden in der Nähe des Strand-Boulevards etliche Hotels und Pensionen. Arrecife bedeutet so viel wie „Riff“, womit die zahlreichen Felsen vor der Küste der Stadt gemeint sind.

Sie schützen vor den nicht selten unberechenbaren Flutwellen des Atlantiks. Arrecife verströmt eine heitere Gelassenheit. Bei einem Besuch sollte man die Pfarrkirche besichtigen und über die Geschäftsstraße mit ihren Restaurants und Bars bummeln.

7. Weinbaugebiet La Geria

Sogar der Weinbau auf Lanzarote könnte der Ideenschmiede des César Manrique entsprungen sein, denn in der Region La Geria wachsen die Reben aus einer Senke. Sie haben den Vorteil, dass sich dort die Feuchtigkeit der Nacht auf dieser von der Sonne verwöhnten Insel sammelt. Die Pflanzen sind von kleinen steinernen Mauern umgeben. So ist der Wein geschützt vor dem ständig wehenden Wind. La Geria ist auf den eher karstigen Hügeln oberhalb von Puerto del Carmen zu finden und als ein Landschaftsschutzgebiet von den Behörden ausgewiesen.

Nach der vulkanischen Tätigkeit im 18. Jahrhundert mühten sich die Weinbauern, um ihren Reben eine neue Überlebenschance zu gewähren. Sie hatten Erfolg und präsentieren heute aus der Malvasia-Traube einen Wein, der internationalen Ansprüchen gerecht wird. Diese Region ist zweifellos eine der Sehenswürdigkeiten dieser Insel. Es lohnt sich, in den mehr als zwanzig Bodegas einen roten oder weißen Tropfen des Traubensaftes zu genießen.

8. Puerto del Carmen

Über sieben Kilometer ziehen sich die Resorts und Hotels entlang der Küste bei Puerto del Carmen. Der junge Ort bestand vor weniger als einem halben Jahrhundert lediglich aus zumeist verfallenen Fischerhütten. „La Tinosa“ nannten die Einwohner von Lanzarote die Gegend um den kleinen Hafen. Was so viel bedeutet wie „Die Schäbige“.

Kaum jemand hätte sich damals vorstellen können, dass sich dort ein kompletter Wandel vollziehen würde. Heute ist Puerto del Carmen ein touristisches Highlight. Vielleicht deshalb, weil auch hier Manrique Einfluss nahm und die Häuser nicht höher als vier Etagen wachsen durften. Eine Bauvorschrift, die dem Gesamteindruck des Ortes zuträglich war und ist.

9. El Golfo

Wer das authentische Lanzarote genießen möchte, der sollte sich zum kleinen Fischerort El Golfo an die felsige Küste des Westens begeben. Und wenn man dort die weißen Häuser erreicht hat, bleibt die bizarre Vulkanlandschaft der Timanfaya Berge zurück.

Hier gibt es einige ländliche Unterkünfte und vor allem eine exquisite Gastronomie. Die Fischlokale am Strand und am Rande der sandigen Gassen sind berühmt wegen der Vielfalt und Qualität ihrer Produkte. Besonders romantisch sind dort die Abende, wenn die Sonne im Meer versinkt.

10. Tal der tausend Palmen

Es sind zwar längst nicht „tausend Palmen“, die im geschützten Tal von Haria gedeihen, doch ein paar Hundert sind es sicherlich. Die Gegend ist ausgesprochen reich an Wasser und bietet deshalb einen sehr guten Nährboden für die „Phoenix Canariensis“, die Kanarische Palme.

Aus den zuckersüßen Datteln wird in Haria ein Likör hergestellt, von dem es heißt, dass er bei bronchialen Erkrankungen hilfreich sein soll. In dem kleinen Dorf mit seinen grünen Bergrücken und der beschaulichen Plaza León y Castillo fand César Manrique seine letzte Ruhestätte.

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März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November und Dezember

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