Sehenswürdigkeiten auf Sansibar: Tipps für interessante Orte

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Von dem Schöpfer sagt man, er habe den Erdball mit großer Geduld erschaffen. Das trifft auf eine Insel, jenseits von Afrika, in einem besonderen Maße zu. Sansibar gibt sich mal wild, mal sanft und steckt gerade deshalb voller Überraschungen und Geheimnisse. Der grüne Traum im Indischen Ozean verzeichnet auf den Landkarten gleich zwei Inseln, die zu Sansibar gehören. Die wichtigste von beiden nennen die Einwohner Unguja, die kleinere heißt Pemba.

Es sind gerade einmal vierzig Kilometer bis zum afrikanischen Festland, und bis zum Äquator kaum mehr als sechs Grad. Sansibar ist so etwas wie ein Außenposten Tansanias, und wer allein wegen der malerischen Strände dort seinen Urlaub verbringt, verpasst eine Menge. Trotz Sonne und Sand sollte man sich in einem Land umschauen, wo über Jahrhunderte Europäer, Inder und Araber lukrative Geschäfte machten. Ein gewisser Sultan Said al Busaisi von Oman erreichte im 19. Jahrhundert zweierlei: Er machte die Insel zum Gewürz-Nabel der Welt und er forcierte gleichzeitig den Handel mit Sklaven.

Nachfolgend präsentieren wir Ihnen die spannendsten Touren, schönsten Attraktionen und besten Sehenswürdigkeiten auf Sansibar.

Sandbank vor Stone Town auf Zanzibar (mariusltu / stock.adobe.com)  lizenziertes Stockfoto 
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1. Stone Town

Was es mit der „steinernen Stadt“ auf sich hat, erkennt der Besucher sehr schnell. Die Häuser von Sansibar City wurden fast ausschließlich mit Steinen errichtet, die aus den Meeresgebirgen stammen. Also von jenen Korallenriffen vor der Haustür der Insel, in denen keine Polypen mehr leben und die deshalb abgestorben sind. Stone Town steht auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.

Allerdings wurden in jüngster Zeit nur wenige der historischen Gebäude der Stadt restauriert, weil es am Geld mangelt. Dennoch lohnt sich ein Bummel durch die verwinkelten Gassen mit ihren kleinen Shops. Einer der zentralen Punkte von Stone Town ist der Darajani-Markt mit seinen Ständen für Obst, Gemüse und Fisch. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten zählen der Sultanspalast und das alte Fort, wo sich inzwischen ein Freilufttheater für Konzerte etabliert hat.

2. Prison Island

Die Insel Changuu kennen die Einwohner eigentlich nur unter dem Namen „Prison Island“. Sie befindet sich etwa fünf Kilometer vor der Küste und hat eine eher schaurige Geschichte. Der erste Sultan von Sansibar verschenkte den winzigen Flecken im Meer an arabische Sklavenhändler. Der Anteil an Sklaven an der gesamten Bevölkerung von Sansibar betrug damals zeitweilig um die siebzig Prozent.

Im Jahre 1893 entstand auf der Insel ein Gefängnis für Kriminelle, das jedoch später als Quarantänestation genutzt wurde, als die Gefahr einer Gelbfieber-Epidemie im benachbarten Stone Town bestand. Heute befindet sich Prison Island mit seinen schönen Stränden im Besitz der Regierung. Es leben hier in einem abgezäunten Revier zahlreiche Aldabra-Riesenschildkröten.

3. Das Haus der Wunder

Das sogenannte „Haus der Wunder“ in Stone Town diente einst dem Sultan von Oman zu Zeremonien. Im 19. Jahrhundert siedelte der Sultan mit seinem gesamten Hofstaat nach Sansibar um. Dies war das erste Bauwerk im gesamten ostafrikanischen Raum, das über Elektrizität verfügte. Es gab dort sogar einen Aufzug. Deshalb erhielt das „House of Wonders“ seinen ungewöhnlichen Namen.

Heute ist in dem Gebäude mit seiner eindrucksvollen Fassade und den drei Stockwerken ein Museum für Kultur und Geschichte untergebracht. Das Haus der Wunder in Stone Town fand auch in Abbildungen einen Platz auf den Geldscheinen Sansibars. Zu den eindrucksvollsten und schönsten Oasen des Ortes gehören die Forodhani Gärten, die den einstigen Palast des Sultans umgeben.

4. Marinepark Mnemba Atoll

Der Marinepark Mnemba Atoll ist das wichtigste und berühmteste Meeresschutzgebiet vor der maritimen Haustür der Insel. Taucher und Schnorchler schätzen dort die faszinierende Unterwasserwelt mit riesigen Stachelrochen, Feuerfischen und Muränen. Dieses Atoll besteht aus einem sieben mal vier Kilometer großen Riff, wo die Korallen im Laufe der Jahrhunderte die Insel Mnemba geformt haben.

Begegnungen mit Schildkröten und Delfinen sind hier fast alltäglich. Die Sichtverhältnisse unter Wasser sind im Atoll außergewöhnlich gut und reichen bis zu dreißig Metern. Die meisten Anbieter inkludieren das Schnorchel-Equipment sowie ein leckeres Mittagessen. Ein wahres Unterwasser-Paradies erwartet Sie!

5. The Rock Restaurant Zanzibar

Das Rock-Restaurant ist sicherlich eines der ungewöhnlichsten gastronomischen Ziele im Indischen Ozean und zählt allein schon aufgrund seiner Lage zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Insel. Es ist komplett vom Meer umschlossen und befindet sich auf einem Felsen. Wer dort dinieren möchte, muss sich vorher in die Obhut eines Bootsführers begeben, der dann seine Passagiere bis zur Blauen Lagune transportiert.

Im Rock Restaurant ist Fisch, den die Köche in allen Variationen zubereiten, natürlich stets absolut frisch. Häufig wird er sogar in den frühen Morgenstunden von den Fischern direkt angeliefert. Zu den Spezialitäten des malerisch gelegenen Restaurants im Ozean zählen gegrillte Hummer, gekochte Oktopus und Pasta mit Meeresfrüchten. An den wenigen Tischen finden lediglich 14 Gäste Platz, eine Reservierung wird daher empfohlen.

6. Segeln mit einer traditionellen Dhow

Dhows sind die traditionellen Segelschiffe Ostafrikas. Sie verfügen über ein bis drei Masten und die trapezförmigen Segel sind ihre wichtigsten äußeren Merkmale. In zwei Orten auf der Insel, in Nungwi und Mtoni, werden die Boote von erfahrenen Baumeistern noch heute hergestellt – fast immer auf Bestellung. Ein Segeltörn mit einer Dhow ist ein interessantes Erlebnis und eine Abwechslung zum Aufenthalt an den Stränden.

Einige Anbieter bieten Ganztagestouren auf Sansibar zur idyllischen Menai Bay an. Die Chance ist hierbei sehr groß, unterwegs Delfine zu entdecken. Doch auch kürzere Touren lassen sich problemlos finden, sowohl an den Stränden der Hotelresorts als auch in der Hauptstadt Stone Town. Besonders beliebt (und romantisch) sind natürlich die Sunset-Touren, während die Sonne langsam hinter dem Indischen Ozean versinkt.

7. Jozani Forest Reserve

Bereits im Jahr 1974 wurde der Jozani Forest zu einem Schutzgebiet erklärt. 2004 hat man dann das Gebiet sogar zu einem Nationalpark aufgewertet. Er ist die angestammte Heimat der Stummelaffen, dessen Population stark gefährdet ist. Die Primaten stehen sogar auf der Roten Liste, weil ihr Lebensraum immer kleiner wird. Die Stummelaffen ernähren sich in erster Linie von Früchten, Samen und Blättern und bewohnen die Bäume im Jozani Forest.

Es handelt sich um einem der letzten natürlichen Regenwälder in Ostafrika. Pfade führen dort durch den Wald mit seinen imposanten Eukalyptus- und Mahagonibäumen. Die sogenannten Singapur-Leoparden, die über einen langen Zeitraum in dieser Region anzutreffen waren, sind offenbar ausgestorben, denn deren letzte Sichtung stammt aus dem Jahr 2002. Der Jozani-Wald wird von den Seegraswiesen der Chwaka-Bucht begrenzt.

8. Gewürztour auf der Spice Island

Nicht ohne Grund gilt Sansibar als die „Gewürzinsel“, daher überrascht es wohl nicht, dass eine Gewürztour quasi zum Pflichtprogramm gehört. Hier erfahren Sie viele Hintergründe und erleben hautnah, wie Pfeffer, Muskat, Nelken und Vanilla unter der ostafrikanischen Sonne wachsen. Auch Safran und Zimt lassen sich auf Sansibars Plantagen finden, sie wurden eins vom Sultan des Oman eingeführt.

Noch heute gibt es zahlreiche Gewürzfarmen aus Sansibar, doch nicht alle sind für die Öffentlichkeit geöffnet. Um einen guten Eindruck der Vielfalt zu erhalten, lohnt sich stets eine geführte Tour mit Guide. Die geschulten Mitarbeiter erzählen witzige Anekdoten und präsentieren die exotischen Gewürze und Früchte auf unterhaltsame, kurzweilie Art. Sehr beliebt sind zum Beispiel die Tangawizi Spice Farm, das Zanzibar Spices and Heritage Centre und die Maganga Farm.

9. Altes Fort und Hamamni Persian Bath

Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten direkt in Stone Town zählt natürlich auch das Alte Fort als ältestes Gebäude der Stadt. Die Einheimischen nennen die Festung auch Arab Fort oder Ngome Kongwe. Zwischen 1698 und 1701 wurde das massige Bauwerk errichtet und es fand im Laufe der nachfolgenden Jahrhunderte immer wieder eine neue Bestimmung. Genutzt wurde es mal als Gefängnis, dann wieder als Markt und in jüngeren Zeiten sogar als Tennisplatz.

Eine gute Kombination ist die anschließende Besichtigung des Hamamni Persian Bath. Die öffentlichen Bäder entstanden Ende des 19. Jahrhunderts und waren bis ins Jahr 1920 in Betrieb. Sie wurden „persisch“ genannt, weil ihre Konstruktion der Volksgruppe der Shirazi übertragen wurde, die ursprünglich in Persien beheimat war. Im Hamamni Persian Bath wurden einst heiße und kalte Bäder angeboten.

10. Mnarani Natural Aquarium

Bei Flut schwappen die Wellen des Indischen Ozeans über die Becken des Mnarani Natural Aquariums. Es befindet sich in der Nähe des Leuchtturms an der nördlichsten Spitze der Hauptinsel und macht sich um den Erhalt der gefährdeten Meeresschildkröten verdient. Im Aquarium bemühen sich die Mitarbeiter, den Schildkröten eine naturbelassene Umgebung zu sichern und die geschlüpften Jungtiere zu hegen und zu pflegen.

Wenn sie ein Alter von zehn Monaten erreicht haben, werden die jungen Tiere dem Indischen Ozean überlassen. Für die Bewohner des kleinen Dorfes Nungwi ist dies stets ein geeigneter Anlass für ein großes Fest mit traditioneller Musik, Tanz- und Gesangseinlagen sowie vielen Köstlichkeiten. Auch Urlauber sind bei diesem unvergesslichen Erlebnis stets herzlich willkommen.

Beste Reisezeit Sansibar

Wir empfehlen Ihnen die folgenden Monate als beste Reisezeit, um die Highlights und Sehenswürdigkeiten auf Sansibar zu entdecken:

Januar, Februar, Juni, Juli, August, September und Oktober

Genauere Informationen zum Wetter, inklusive allen Klimadaten, finden Sie auf unserer Klima-Detailseite für Sansibar.

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